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Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hofft, dass "möglichst viele genug Anstand und Intelligenz haben, nun weder FPÖ noch BZÖ zu wählen".
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Die Scheidung der beiden Regierungsparteien (ÖVP/SPÖ) veranlasst auch die Kunst- und Kulturszene zu diversen Statements. Die Meldungen reichen dabei von Aufbruchsstimmung über Angstzustände bis hin zur völligen Resignation. Österreichs Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hofft nach dem Platzen der Koalition und angekündigten Neuwahlen, dass "möglichst viele genug Anstand und Intelligenz haben, nun weder FPÖ noch BZÖ zu wählen". Dass keine der Rechts-Außen-Parteien vom Unvermögen der Großparteien profitieren, könne man sich "sowohl für die Außenwirkung des Landes als auch für die moralisch-politische Hygiene intern" nur wünschen. Prognosen zu stellen würde er derzeit aber nicht wagen - "das ist Kaffeesudleserei".
Stillstand
Dass sich auch nach seinem Oscar-Gewinn filmpolitisch noch nicht viel getan habe, ist für Ruzowitzky "im Prinzip klar". "Das bedarf eines gewissen Entscheidungsprozesses - auch wenn der natürlich etwas kürzer sein könnte. Aber es wäre auch seltsam, wenn einer einen Oscar gewinnt, dass am nächsten Tag gleich die Millionen fließen." Im Endeffekt komme es da mehr auf das Ergebnis an, und für ihn ist es nur "eine Frage der Zeit, dass man draufkommt, dass Filmförderung auch Wirtschaftsförderung bedeutet und für das Land etwas bringen würde".
Sowohl filmpolitisch als auch allgemein bedeuten Neuwahlen vor allem, dass "bei Sachthemen jetzt eine Zeit lang nichts mehr weitergehen wird". Gerade beim Film werde der Druck früher oder später aber so groß werden, dass - "wer immer ans Ruder kommt" - was getan werden muss.
Quelle: http://www.kurier.at/kultur/174077.php
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